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Die Reimanns in Klucken
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1774 waren plötzlich die Reimanns da...

1774 errichtet Mathias Reymann ein abgebranntes Haus in Klucken neu. So ist es im Grundbuch von Klucken nachzulesen und das ist zugleich die erste Erwähnung der Familie Reimann in Klucken. Doch bereits 1764 taucht Mathias Reymann in den Akten auf: Am 14. 9. 1764 wird in Selesisch Moor (Selesener Klucken) Marie Kircz (Kirk) getauft. Als Pate wird Mathis Reimann genannt. In unten stehender Auseinandersetzungsvereinbarung von 1812 um die Hinterlassenschaft besagten Mathias Reymann ist zu erfahren, dass er aus Zietzen stammt, wo sein Vater Hans Reymann als Bauer ansässig war.

Doch woher kamen die Reimanns, die – was den Kreis Stolp betrifft – im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert wohl nur im Amt Schmolsin anzutreffen waren? Kamen sie als Siedler unter Friedrich dem Großen aus dem Rheinland in das zu besiedelnde Lebamoor, wie es eine Namensdeutung zulässt und es mitunter die Alten den Jungen in Klucken erzählten, allerdings ohne den Beweis dafür zu liefern? Oder gelangten die Reimanns als Grenzbewohner, also „Rain“-Bewohner – so eine andere mögliche Namensdeutung – nach Klucken? Denn bereits 1564 wird Salomon Reimann erwähnt, als erster weltlicher Amthauptmann von Marienwerder. Reymanns tauchen im 17. Jh. in West- und Ostpreußen massiv auf.

Sicher ist: 1717 gibt es den Bauern Hanß Reimann in dem Dorf Frantzen im Raum Schlawe. Einem Andreas Reymann wird am 7. 2. 1717 in Nemitz-Soltikow im Raum Schlawe der Sohn Hannss Reymann geboren. Aus der am 23. 10. 1699 geschlossenen Ehe von Andreas Reymann und Anna Jackels gehen weiterhin hervor: am 8. 1. 1701 Maria Reymann, am 18. 9. 1702 Barbara Reymann und am 13. 10. 1707 Andreas Reymann. Gelangte die Familie Reymann vielleicht aus dem Amt Schlawe in das Amt Schmolsin?... Über Rumbke auf der Leba-Nehrung heißt es 1767: „Sonsten hat sich der Holz- und Strandvogt Jacob Reimann vor sieben Jahren einen Katen auf der sogenannten Plitecke (?) ohnweit Rumke erbaut, hat er eine kleine Wiese von etwa einem Fuder Heu und einen ganze kleinen Platz zum Garten, worin aber nichts wachsen wollte, indem es heller Sand wäre ... seine Nahrung sucht er in der Fischerei, hat ein Pferd, eine Kuh, ein Kalb.“
(Und noch eins: Der späterhin viel gepriesene Joachim Nettelbeck als Held von Kolberg berichtet sich in seinen Lebenserinnerungen vom Schiffer Reymann, bei dem er in seiner Heimatstadt Kolberg – um 1750 – als sein erster Lehrer die Steuermannskunst erlernte.)

1812 wird die Hinterlassenschaft des Fischers Mathias Reymann aufgeteilt - unter seine Witwe Catharine, geb. Ruch und seinen Kindern:

"1, Maria, verehelicht an den Fischer Christian Klick Dambowi genannt zu Klucken 2, Martin Reymann, daselbst 3, Mathias Reymann war vor 13 Jahren zur See gegangen von dessen Leben und Aufenthalt seit 10 Jahren keine Nachricht eingegangen ist (Er bleibt auch verschollen.). 4, Catharine Reymann verehelicht an den Fischer Christian Klick Lugowi genannt zu Klucken 5, Anna Reymann, 24 Jahre alt 6, Johann Reymann, 21 Jahre alt...

... An Acker, Gärten und Wiesenäcker gehört zu dieser Wohnung... 4 Morgen 110 Quadratruthen wovon jährlich 7 Thaler 19 Groschen zur Amts Casse entrichtet worden... Summa des ganzen Vermögens 222 Thaler, 18 Groschen...

Von dem zu verteilenden Vermögen soll die jüngste Tochter (Anna Reymann) in väterlicher und mütterlicher Abfindung durch Vieh und Sachen,....... aber so als die verheirateten zwei Töchter erhalten als
a, zwei Kühe nach der Taxe 24 Thaler
b, fünf Schafe 6 Thaler
c, eine Lahde, da sie bereits eine bekommen 2 Thaler
d, ein aufstehendes Bett 12 Thaler
e, ein Spinnrad 1 Thaler
f, ein Stuhl 6 Groschen
g, zur freien Hochzeit 20 Thaler
h, ein schwarzes Kleid, das sie im übrigen schon 6 Thaler...
  
Es sollen Martin Reymann und Johann Reymann sämtliche Grundstücke, nähmlich die Gebäude, Acker, Gärten und Wiesenäcker jeder die Hälfte erhalten. Da in dem Hauße nur eine Stube vorhanden und da selbige nur für eine Familie geeignet ist, so haben die beiden Söhne um die Gebäude gekabelt (gelost), da dann dem ältesten Sohn Martin Reymann das zu 60 Thalern taxirte Wohnhauß und dem jüngsten Sohn Johann Reymann der Schuppen und der kleine Stall, wovon die Taxe zusammen 15 Thaler beträgt, zugefallen ist, und läßt ersterer geschehen, daß letzterer sich Stall und Schuppen aus seinen Mitteln zum Wohnhauß umbaut."


Die Reimanns "verzweigen" sich...







Im 1830 angelegten Grundbuch von Klucken taucht oben genannter Martin Reimann (um 1770-1843) als Eigentümer einer Büdnerstelle in Klucken auf. Für das Jahr zuvor – 1829 – wird er als steuerbevorzugter Büdner auf Schmolsiner Klucken genannt. Der Fischer und Büdner ehelicht um 1802 Anna Catharine Pollex aus Klucken (1772-nach 1847). Von den Töchtern des Martin Reymann ist bekannt: Christliebe ehelicht Johann Klick, Louise einen Johann Eick, Anna Catharine einen Johann Gabbey und Helene Albertine einen Carl Schramm. Diese Familien verbleiben in Klucken. Hingegen verheiraten sich Ernestine wahrscheinlich mit Carl Garbe und Christine Henriette wohl mit Carl Granow. Diese Ehen führen in das Umland von Klucken, bleiben aber im Bereich von Schmolsin. Mit der Eintragung von Louise Reimann 1816 im Schmolsiner Kirchenbuch vollzieht sich auch der Wandel in der Schreibweise von Reymann zu Reimann.
Ebenfalls 1830 im Grundbuch genannt ist Martins Bruder, der ebenso steuerbevorzugte Büdner Johann Reimann (1792-1836). Er ehelicht zweimal: erst Christliebe Gnatzig (1796-1824) und dann Christine Woggon. Gerade die Nachfahren des Johann Reimann aus dessen zweiter Ehe sorgen im Späteren für die vielen Reimann-Stränge in Klucken, die oft nicht mehr wußten, dass und wie sie miteinander verwandt waren.

Für die Aufsplitterung der um 1800 nur 9 Flurstellen in Schmolsiner Klucken unter die gleichberechtigt erbberechtigten Kinder spricht die Aufteilung der Flurstelle Zickor unter die Familie Reimann. Eigentümer sind 1865 die Kinder von Martin und Johann Reymann, den beiden Brüdern aus der Auseinandersetzungsvereinbarung von 1812: Martins Söhne, der Büdner Martin Reimann (1809-1880) hat 38,45 Morgen und der Büdner Christian Heinrich Reimann (1819-1903) 5,56 Morgen. Die Söhne des Johann Reimann haben: Büdner Johann Heinrich Reimann (1828-1910) 3,16 Morgen und Büdner Ernst Heinrich Reimann (1828-1893) 2,84 Morgen. Ernst und Johann Reimann bauen sich gemeinsam ein neues Haus auf dem väterlichen Erbe. Martin und Christian leben gemeinsam im elterlichen Haus auf der Flurstelle Zickor.

Wilhelm „Zeik´sen Lappen“ Reimann (1861-1945) – hier in einer Aufnahme von 1938 – übernimmt als eines von mindestens sieben Kindern des Christian Reimann seinen Anteil an der Büdnerei auf der Flurstelle Zickor vom Vater. 1910 nennt er laut Grundsteuerkataster von Klucken einen Besitz von gut 2 Hektar und 8 Ar sein Eigen. 1883 ehelicht Wilhelm Reimann, der wie viele Kluckener Männer lange Jahre als Wanderarbeiter bis auf die Insel Rügen unterwegs ist, die aus Klucken stammende Johanne Sawallisch (1865-1933). Das Paar bekommt 14 Kinder.
Die andere Haushälfte auf Zickor bewohnt Wilhelms Cousine Caroline Reimann (1851-1926) als Tochter des Martin Reimann. Sie heiratet Wilhelm Kritsch (1849-1910). Die Familie Kritsch verbleibt bis zu ihrer Vertreibung 1947 auf der Hofstelle Zickor.




Typische Altersversorgung Anno 1922

Mit dem Überlassungsvertrag vom 26. Januar 1922 übergeben Wilhelm Reimann und seine Frau Caroline Reimann, geb. Sawallisch ihr Grundstück mit Inventar und Ländereien in Klucken und Vietkow an ihren Sohn Richard "Zeik´sen Richard" Reimann. Ausgenommen davon bleiben die Möbel und andere Liegenschaftsteile. Diese verbleiben auf Lebenszeit bei Wilhelm und Caroline Reimann. Erst nach dem Tod der beiden Alteigentümer und dessen Nachweis vor dem Gericht fallen auch diese Teile an Richard Reimann.
Richard Reimann ist laut Überlassungsvereinbarung verpflichtet, das Altenteil im Haus „gut geheizt und gereinigt“ zu halten, muss für die bauliche Unterhaltung des Altenteils und bei einem eventuellen Abriss bzw. Neubau des Hauses für seinen Ersatz sorgen. Freie Kleidung wird festgelegt und die Wäsche ist im „reinigen Zustand zu halten“. Jeden Montag hat er den beiden Alteigentümern ein Taschengeld in Höhe von einer Mark zu geben. Wöchentlich erhalten die Alteigentümer: 10 Pfund Brot, 1 Pf. Butter, 1 Pf. Zucker, 3. Pf. Fleisch und 1/2 Zentner Kartoffeln, dazu täglich 1 Liter Milch und 1 Liter Buttermilch. Auch die Kosten für Arzt und Apotheker hatte Richard Reimann zu tragen. Beim Ableben der Alteigentümer musste er für deren Gräber aufkommen und ein „angemessenes Ehrenmal“ bezahlen.
Der Jahreswert des Altenteils wurde mit 1000 Mark veranschlagt. Bei dessen Ablöse vor dem Ableben der Alteigentümer durch Richard sind 15 000 Mark zu entrichten. Richard muss darüber hinaus seine Geschwister abfinden: Maria – 4000 Mark, Wilhelm – 3000 Mark, Heinrich 2000 Mark, Hermann – 4000 Mark, Adeline – 2000 Mark, Otto – 2500 Mark, Marta – 2500 Mark, Reinhold – 3000 Mark und Paul – 4000 Mark. Marta bekommt darüber hinaus eine Gans. Richard Reimann muss seinen Geschwistern Otto und Marta eine Baufläche von 2638 Quadratmetern für ein Haus zur Verfügung stellen. Reinhold und Paul sollen 1360 Quadratmeter für ihr Haus erhalten. Sollten die beiden nicht bauen, fällt das Land an Richard Reimann zurück, der muss seinen  beiden Brüdern dann aber 2000 Mark zahlen.


Die letzten Reimanns auf Zikori...

Bei der Übernahme des Anwesens 1922 weiß Richard Reimann (1893-1968) - hier auf einem Foto mit Ehefrau Martha, geb. Czirr (1895-1985) aus dem Jahre 1938 - nicht: Er wird in fünfter Generation der letzte Inhaber der Büdnerei Zickori in Klucken sein. 25 Jahre wird er mit seinen acht Kindern dort leben.

Am 27. März 1922 werden beim Amtsgericht Schmolsin Richard Reimann und seine Ehefrau Martha Czirr als Eigentümer ins Grundbuch Klucken, Band II/6, Blatt Nr. 52 und ins Grundbuch Vietkow, Band IV/4, Blatt Nr. 111 eingetragen. Vermerkt ist das Altenteil für den Altsitzer Wilhelm Reimann und seine Ehefrau Karoline Sawallisch. Dieses kann erst mit deren Tod aufgelassen werden, so die Verfügung in dem Dokument.


Beim Eintrag in das Grundbuch wird das Grundstück mit 10 000 Mark bewertet. An Gebühren werden dem neuen Eigentümer genau 217,90 Mark vorgerechnet.

1924 verfügt Richard Reimann über die Büdnerstelle Zikori in Klucken mit rund 2 Hektar und 8 Ar sowie über 1 Hektar und 89 Ar in Vietkow. Mit 5000 bzw. 3000 Goldmark, zusammen damit 8 000 Goldmark für knapp 4 Hektar, an Steuerwert werden die beiden Ländereien beziffert. Monatlich muss Richard Reimann dafür 0,80 Goldmark Grundsteuern zahlen.


1929 schließt der Eigentümer Richard Reimann eine Feuerversicherung mit einer Laufzeit von zehn Jahren ab. Sein Wohnhaus wird mit 1800, dessen Anbau mit 350, der Stall mit 1600 und ein Schuppen mit 200 Reichsmark taxiert. Daraus ergibt sich der Zeitwert von 3950 Reichsmark für die Gebäude auf der Büdnerstelle Zikori. Jährlich 28,00 Reichsmark an Versicherung sind dafür zu entrichten.

1940 wird der Wechsel des Reimann´schen Besitzes im Grundbuch Vietkow gegen eine im Grundbuch Klucken vermerkte gleich große Wiese zwischen dem Dorf und dem Lebasee registriert. Vorher – 1938 – hat Richard Reimann einmal wieder mehr die ihm gehörende Flurstelle Zikori verkleinern müssen: Bruder und Arbeiter Reinhold Reimann und seine Frau Else Manzke bekommen entsprechend der Überlassungsvereinbarung von 1922 genau 6 Ar und 55 Quadratmeter übereignet. Das Ehepaar möchte sich auf diesem Grund zusammen mit Bruder Paul Reimann ein Wohnhaus erbauen. Das erste Material – Kalk und Schilf – wird bereits gelagert. Doch da beginnt der Krieg und nach ihm sind alle Baupläne der Reimanns passé.
Richard Reimann scheint erfolgreich gewirtschaftet zu haben: 1941 hat er 4 ha, 25 a eigenes Land; 3 ha sind gepachtet. 


Ein Abschied für immer von der Kluckener Heimat: Nach jahrelangen Anträgen reisen Richard (r.) und Martha (m.) Reimann mit ihren Kindern Erna (1922-2001), Ruth (1929-2003) und Günther (geb. 1932) am 7. Juni 1957 aus dem nun polnischen Kluki in die DDR aus. Mit ihnen endet die Geschichte der Reimanns auf der Flurstelle Zickor. Das Foto wurde am Abschiedstag aufgenommen.

Zurück und verwaist bleibt das alte Anwesen der Familie Reimann - hier in einer Aufnahme von um 1960. Wahrscheinlich handelt es sich bei dem Zwei-Familien-Haus - von späteren Um- und Anbauten abgesehen - um eines der historischen Rauchhäuser von Klucken und stammt in seinen ältesten Teilen noch aus dem späten 18. Jahrhundert, aus der Zeit des Mathias Reymann. Kurz nach dieser Aufnahme brennt das Haus ab. Die Flurstelle Zickor ist seitdem größtenteils Brache. Nur das steinerne Wohnhaus, welches Richards Verwandter Carl "Kritschen Karl" Kritsch (1885-nach 1964) - verehelicht mit Alwine Kirk (1889-1946) - sich um 1925 erbauen ließ, das steht noch. Es dient heute dem Museum von Kluki als Verwaltungssitz.



Die Reimanns in eigener Sache...

Des Autors Urgroßvater Heinrich "Bergheinrich" Reimann (1887-1974) - verehelicht mit Pauline Noffke (1888-1967) - zog es von der elterlichen Hofstelle Zickor fort: Während Bruder Richard das väterliche Anwesen übernahm, tat der Arbeiter Heinrich Reimann dies mit einem Grundstück auf der Flurstelle "Gorni", damals in Klucken ins Deutsche übersetzt mehr schon als "Berg" bekannt.
Heinrichs Onkel und Namensvetter Heinrich Reimann (1855-1934) übergibt ihm und seiner Schwester Adeline Reimann (1891-1927) - verehelicht mit Ewald Kirk (1891-1929) - 1915 sein dortiges Anwesen zu gleichen Teilen. Der kinderlose und ledige Altsitzer sichert so seine Altersversorgung ab. (Heinrich war zur See gefahren und hatte dann in Rostock, Margaretenstraße 43 eine Gastwirtschaft betrieben. Mit deren Einkünften erwarb er das Anwesen auf Gorni: genau 2 ha, 7 a und 30 qm.)
Neffe "Bergheinrich" Reimann wohnt mit Ehefrau und 12 Kindern "auf dem Berg", bis er 1947 aus seiner Heimat vertrieben wird.

Oskar "Barg-Oskar" Reimann (1910-1974) als ältestes Kind von "Bergheinrich" Reimann und Großvater des Autors teilte das Schicksal vieler Kluckener: Auf den dortigen Hoflagen wurde es räumlich und finanziell zu eng - auch er mußte nach der Konfirmation zu Ostern und damit Ende der Schulzeit im Alter von 14 Jahren auf den umliegenden Gütern sein Einkommen suchen. Als Schweizer, sprich Melker kam Oskar Reimann auf das Gut in Warbelow und lernte dort Anna Nahl (1909-1983) kennen. Die beiden heirateten und zogen 1941 zu Oskars Tante Alwine Kirk, geb. Noffke (1884-1953) und deren Mann Wilhelm "bei Donats" Kirk (1878-1945/46) in Selesener Klucken. Das Anwesen des kinderlosen Paares sollte Oskar übernehmen, dachte schon über ein neues Haus nach, hatte gut angespart, doch dann mußte auch er in den Krieg ziehen...
Als Soldat auf Heimaturlaub sah Oskar Reimann sein Klucken letztmalig 1943. Erst 1947 konnte er seine Familie wieder in die Arme schließen, holte sie aus dem Lager in Hoyerswerda ins mecklenburgische Dargun.

Des Autors Mutter Erika Reimann, geboren 1941 in Selesener Klucken, erinnert sich nur wenig an ihren Geburtsort, den sie 1947 verlassen mußte: Sie weiß noch um die Laufbretter in der überfluteten Stube und um den Brotbeutel an der Decke als Schutz vor den Mäusen, wenn der Strom einmal wieder über seine Ufer trat. Erst 1992 kommt Erika wieder nach Selesener Klucken, um wenigstens einmal bewußt den Ort ihrer Geburt zu sehen...


Letzte Reste des Anwesens von "Bergheinrich" Reimann auf dem "Berg": Das Fachwerkhaus ist verschwunden, nur Reste des Feldstein-Fundaments sind noch sehen. Der Draht der vormaligen Zäune des einstigen Gartens ist in die von seinen Söhnen gepflanzten Bäume eingewachsen...

Und das ist nun der Autor, der "Macher" dieser Klucken-Internetseite: Gerald Gräfe, 1962 im Mecklenburgischen geboren, als Kind immer wieder von Klucken bei Familienfesten hörend und 1987 erstmals selbst dorthin findend. Seidem anfangs jährlich mehrmals, zwischenzeitlich auch pausierend, doch nunmehr in der Regel einmal pro Jahr die Reise in die Heimat seiner Vorfahren aufnehmend...